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Verfasst um 21:07 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Artikel über das eigene Unternehmen inklusive eines Jugendfotos aus dem Album sieht man ja immer gern. Es wird über einen geredet - nie ganz schlecht - man bleibt im Gespräch. So hat mich auch heute ein aktueller Beitrag in Deutschlands Medienportal Meedia gefreut, wenngleich Autor Alexander Becker leider im Vorfeld nicht bei mir angerufen hat und er im Photoshop fälschlicherweise einen in die falsche Richtung weisenden Daumen für die nette Collage gewählt hat. Eine deutlich schönere Version habe ich oben links eingefügt ;-)
(Bei Ackermann damals war es ja keine Collage, sondern echt - und daher stimmt auch die Fingerrichtung).
Hier meine Replik zum Beitrag von Alexander Becker - wie immer freue ich mich auf Euer Feedback!
Lieber Herr Becker,
Metaphern haben ihre Reize. So kann das am Abgrund Stehen durchaus vorteilhaft sein. Als KInder konnten wir nicht oft genug an Abgründen stehen, den Ausblick geniessen und unsere Eltern damit in Angst und Schrecken versetzen. Ob wir dabei Abgründiges entdeckt haben, wissen wir nicht mehr, es ist zu lang her.
Heute stehen wir wieder einmal am Abgrund - zumindest wird dies von Ihnen, Herr Becker, nahegelegt. Lassen Sie uns doch gemeinsam einen Blick in denselben werfen. Wir blicken uns zunächst um und sehen die anderen, die mit uns hier stehen, die echten Social News Portale, der inhaltliche Nachbar Zoomer und einige weitere webzwonulligen Aspiranten.
Der Horizont ist weit, unsere potentielle Reichweite. In der Ferne sehen wir einen hellen Sonnenstrahl, der das Erreichen und die Befriedigung von Zielgruppen verspricht. Da wollen wir hin. Alle. Unsere redaktionsgetriebenen Nachbarn sind schon da, oder zumindest sieht es so aus, weil sie grösser sind, als Marken fest in ihren Zielgruppen verankert, und als Ableger ihrer Print-Mütter ihre Existenzberechtigung zumindest bis dato nicht unter Beweis stellen mussten. Ausserdem, das zwinkern wir uns mit abgründigem Humor zu, sind diese Angebote längst nicht so skalierbar wie wir, die wir nutzergetrieben und -gemacht sind.
Wir müssen demnach nur zum Horizont und also den Abgrund überwinden, wobei wir ahnen, dass wir auf der anderen Seite nicht mehr alle wiedertreffen werden. Schaudernd gehen wir im Geiste unsere Strategien durch: virales Wachstum, Contentaggregation, Markenaufbau undsoweiterundsofort. Der eine denkt, dass er sich erneuern muss, um den Abgrund zu überwinden. Der andere sucht sich gleich ein starkes Transportmittel. Wieder andere werfen Ballast ab und versuchen durch Leichtigkeit zu überzeugen.
Wer gewinnt? Welche Strategie setzt sich durch? Keiner weiss es - auch wenn der eine oder andere die Zukunft zu kennen glaubt. Wir alle probieren, werden scheitern, werden gewinnen. Das unterscheidet uns. Es eint uns der Abgrund, vor dem wir alle stehen. Der Abgrund, der vielleicht nur in unseren Köpfen existiert. Der womöglich unserer Lust entspringt, in der Kategorie des Scheiterns zu denken und uns auch ein kleines bisschen zu freuen, wenn der andere verliert. Vielleicht wäre es aber auch für alle gut, wenn wir überlegten, den Abgrund gemeinsam zu überwinden. Kräftesparend, freudig gestimmt und erfolgsorientiert. Denn: Zielgruppen gibt es in ausreichender Anzahl und Menge, wie beispielsweise der NDR in seiner aktuellen Doku über RTL darstellt.
Was YiGG betrifft: wir sehen unser Ziel als erreicht an, wenn wir einer breiten Nutzergemeinde die Möglichkeit bieten, unzensiert Nachrichten einzustellen, zu bewerten und zu diskutieren. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir verschiedene Wege einschlagen. Es gibt schlecht begehbare Wege und Wege, die gar nicht ans Ziel führen. Wir müssen ausprobieren. Und wir werden ausprobieren. Selbst auf die Gefahr hin, Fehler zu machen.
Und im Unterschied zu webeinsnulligen Angeboten kann jeder Nutzer seine Kritik an YiGG direkt bei uns abladen und online stellen. Das sieht - bei starker Kritik - schlimm aus, weil man diese Offenheit nicht gewöhnt ist. Wo sonst hat der Nutzer diese Möglichkeit, seiner Meinung eine Stimme zu geben?
Indem wir uns unseren Nutzern stellen und versuchen, die Anregungen der Community auf- und ernstzunehmen sowie umzusetzen, werden wir erfolgreich sein, kurz- mittel- oder langfristig. Unsere Aufgabe ist es dabei, aus Fehlern möglichst rasch zu lernen und sie nicht zu wiederholen. Die Aufgabe der Community ist es, die Richtung vorzugeben. Und genau das funktioniert bei YiGG. Ein Prozess, teils schmerzhaft, teils sehr schön und immer hochspannend.
Ich lade jeden ein, an diesem Prozess teilzunehmen!
Herzliche Grüsse
Michael Reuter
CEO, YiGG
Verfasst um 20:34 Uhr in Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Wie Mike so nett formuliert, liegt in jeder Katastrope eine tolle Möglichkeit zum Neuanfang. Die Tatsache, dass innerhalb weniger Monate bis auf Goldman Sachs (Stand 18. September) alle grossen US-Investmentbanken pleite gegangen sind, eine grosse Schar hochbezahlter Investmentbanker auf der Strasse steht, macht den Menschen Angst.
Wurden aber nicht die Gehälter und Boni der Banker sowie die teilweise fragwürdigen Geschäftspraktiken Ihrer Häuser seit langem als völlig überzogen kritisiert? Genau - und diese Blase ist eben jetzt geplatzt. Nicht aufgrund der Paychecks der Banker, sondern aus anderen Gründen. Aber Maria Stuart wurde letztlich auch "irrtümlicherweise" hingerichtet.
Auf in die Start-Ups, liebe Banker! Das habt Ihr schon einmal gemacht - während der letzte Krise. Die Start-Ups brauchen Leute mit finanziellem Sachverstand und genügend Chuzpe, einen Exit auf Basis von Mondplanungen vorzubereiten. Ha! Aber im Ernst: selten war die Situation günstiger, clevere Manager in Start-Ups zu locken, die wertvolles Know How beisteuern können. Daher darf man gespannt sein, welche zukünftigen CEO-Personalien Investmentbank-Charakter haben.
Verfasst um 14:34 Uhr in Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 09:58 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 20:51 Uhr | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
http://www.yigg.de/produkte-und-services/xing-mitglieder-zahlen-2-975-000-euro-im-monat
http://www.yigg.de/presse-und-medien/studivz-wird-weniger-oft-geklickt
Verfasst um 18:56 Uhr | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Ein interessantes Ergebnis seiner Arbeit mit Managern liefert Coach Christopher R. Edgar: In das Umfeld projizierte negative Erwartungen schränken einen Menschen in seinem Verhalten und seiner Ausstrahlung ein. Konkret: Wenn ich glaube, dass mein Gesprächspartner hinsichtlich meiner Idee, meines Unternehmens oder meiner Einschätzung keine positive Meinung hat, verhalte ich mich nicht natürlich, sondern lasse mich von diesen negativen Erwartungen leiten und bleibe unter meinen Möglichkeiten.
Guy liefert dazu den Ratschlag von Bikshu Sangharakshita, Autor von 'Essence of Zen':
Try to discover what it is you most dislike in others, what you most often criticize and condemn them for. A little elementary self-analysis may reveal that those qualities are hidden in the depths of your own mind and that in criticizing others in this way you are, in fact, unconsciously criticizing yourself.
Klingt vernünftig. Aber nicht einfach. Und ausserdem muss ich dabei unwillkürlich an die Spezies der Motivationstrainer denken, die wie aufgezogene Hampelmännchen auf Bühnen herumspringen und offensichtlich genau vom Gegenteil überzeugt sind: dass nämlich das Auditorium überaus positive Erwartungen in sie hegt und sie diese daher noch übertreffen wollen.
Verfasst um 23:05 Uhr in Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 20:22 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 12:11 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 22:31 Uhr | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)