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Verfasst um 07:52 Uhr in isarrunde, Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Today I got an email from Wired Italy editor Mario Portanova who informed me about the new Internet for Peace Manifesto of Wired Italy, started by the editor-in-chief, Riccardo Luna.
If a non-persona deserves the Nobel Peace Prize it certainly is the Internet. You might say: "Hey, what about Tim Berners-Lee?" and yes - Tim, as the father of the Web, probably should receive the prize - if that happened at all.
So - here's the text of the manifesto - the original Italian version and translations into English and German:
INTERNET FOR PEACE MANIFESTO, English
At last, we have all understood that the Internet is not just a network of computers but an endless chain of people interlocked with one another.
Men and women, at all latitudes, are able to connected amongst themselves, in virtue of the biggest stage and platform of relationships mankind has known.
The digital culture, to which humanity has now woken up, has set the basis for a new type of civilization, that in turn has given rise to dialogue, debate and solidarity, thanks to this new tool of communication.
From times immemorial, democracy has flourished in conditions of hospitality, tolerance, exchange and a spirit of sharing. The most effective antidote to war and hatred has forever been the meeting of minds and souls.
Here’s why the Internet is an instrument of peace.
Because each cybercitizen can become a seed of non-violence.
Just a few reasons why the Internet deserves the next Nobel Peace Prize.
A Nobel that will be awarded to each one of Us!
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INTERNET FOR PEACE MANIFESTO, Deutsch
Wir haben endlich begriffen, dass das Internet kein Netzwerk von Computern, sondern eine endlose Verflechtung der Menschen ist.
Männer und Frauen, auf allen Breitengraden, treten miteinander über die größte Plattform der Beziehung, die die Menschheit je hatte, in Verbindung.
Die digitale Kultur hat den Grundstein für eine neue Zivilisation geschaffen. Und diese Zivilisation baut den Dialektik, den Dialog und die Solidarität durch Kommunikation.
Denn Demokratie sprießt seit jeher, wo es Willkommen, Zuhören, Austausch und gemeinsame Nutzung gibt. Gegen Hass und Konflikte ist immer wieder die Kommunikation mit dem anderen das wirksamste Gegenmittel.
Deshalb ist das Internet ein Instrument des Friedens.
Deshalb kann jeder von uns im Netz ein Samen der Gewaltlosigkeit sein.
Deswegen verdient das Netzwerk den nächsten Friedensnobelpreis.
Jeder von uns wird einen Nobelpreis erhalten.
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INTERNET FOR PEACE MANIFESTO, Italiano
Abbiamo finalmente capito che Internet non è
una rete di computer, ma un intreccio infinito di persone.
Verfasst um 16:40 Uhr in Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 00:17 Uhr in Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Many thanks to Marcus Schuler and Richard Gutjahr for helping to produce the first professionally made "Auf einen Espresso"!
Verfasst um 23:39 Uhr in Auf einen Espresso | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst um 00:21 Uhr in Fun, Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Human Rights Hall, Parliament of Romania
Soeben bin ich aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest zurückgekehrt, in der zum ersten Mal das World Blogging Forum stattfand. Haupt-Themen des Forums waren Online Journalismus, die Rolle von Blogs in der politischen Berichterstattung und die Zukunft des Bloggens. Veranstaltet wurde das Forum vom rumänischen Studentenverband ASLS mit der aktuellen Präsidentin Mihaela Draghici. Das aus rund 20 Studenten bestehende Team hat einen außerordentlichen Job gemacht - insbesondere wenn man weiß, wie schwierig derlei Organisationsarbeit ist - Herzlichen Dank nochmals für die grandiose Betreuung!
Wenn man Barcamps gewöhnt ist, kommt einem das Rumänische Parlament als Austragungsort einer Blogger-Konferenz zunächst eine Nummer zu groß vor. Wenn es sich dann auch noch bei der Lokalität um das zweitgrößte Gebäude der Welt handelt (nur das Pentagon ist größer), kommt man sich noch kleiner vor. Wird man in die Human Rights Hall an seinen PLatz mit Tischmikrofon inkl. Direktverbindung zu Simultanübersetzern geleitet, schleicht sich ein Gefühl der Ehrfurcht ein. Wenn dann allerdings ein leibhaftiger Staatspräsident - in diesem Falle Präsident Traian Basescu - gut gelaunt erscheint und das Forum mit einer durchaus erfrischenden und von einiger Sachkompetenz zeugenden Ansprache eröffnet, ist das Eis gebrochen und die Freude auf spannende Beiträge und Diskussionen kommt auf.
Die bewegendsten Momente ergaben sich für mich während der Berichte von Wael Abbas aus Kairo und Parvana Persiyani (Bild unten) aus Aserbaidschan. Während Wael eindrucksvoll schilderte, welch korruptes und gewaltbereites Regime Präsident Mubarak in Ägypten anführt, berichtete Parvana als Rechtsbeistand der beiden in Aserbaidschan vor Gericht stehenden Blogger Adnan Hajizade und Emin Milli von der Willkür, mit der kritische Stimmen mundtot gemacht werden sollen.
Eric Dupin, Parvana Persiyani, David Sasaki, Ritchie Pettauer
Neben diesen sehr mitnehmenden Berichten und anschliessenden Diskussionen gab's auch leichtere Kost - im berühmten Bukarester Restaurant Caru' cu Bere mit regionalen Leckereien konnten ausgewählte Teilnehmer ihre Tanzkünste bei traditionellen rumänischen Tänzen unter Beweis stellen (Bildbelege hierzu fehlen und/oder sind nicht mehr auffindbar - italienische Kollegen dürfen sich jedoch angesprochen fühlen, Herr Vascellari ;-)
Insgesamt haben wir die Tage in Bukarest ausnehmend gut gefallen, insbesondere weil ich viele sehr interessante Menschen kennenlernen konnte. Das einzige, was ich als rumänischer Präsident sofort ändern würde, wäre ein unmittelbares Rauchverbot in/an öffentlichen Plätzen und in Restaurants/Bars. Bisher stand ich als Nichtraucher dem Thema liberal gegenüber - aber aus Westeuropa Rauchfreiheit in geschlossenen Räumen gewöhnt, sind diese Nebelschwaden einfach nicht mehr erträglich - sorry @datadirt und @muesli ....
Und dann gibt es da noch diesen Verkehr in Bukarest (2,2 Mio Einwohner - 1,4 Mio Autos - 0 Parkplätze) - aber der kann schlecht per Dekret vermindert werden....
Verfasst um 19:45 Uhr in Black Swan, Musings | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Der Beitrag wurde am Dienstag, 10.11. um 21:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Er ist noch bis Dienstag, 17.11. in der Mediathek als Stream abrufbar. Leider gibt es hier keinen Deeplink, der direkt auf den Beitrag verweist. Daher am besten auf die "Video-Suche" (links, hellblau) gehen und dort beispielsweise "Goldrausch" eintragen.
Verfasst um 08:11 Uhr in Fun, Musings | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Heute hat Marcus Schuler das von ihm und Richard Gutjahr geführte Interview mit Blogger Robert Scoble online gestellt. Robert hatte uns während unseres Aufenthaltes in San Francisco und dem dem Silicon Valley zu sich nach Hause in die Half Moon Bay eingeladen und berichtet von seinen Anfängen des Bloggens, und wie er damit Geld verdient.
Verfasst um 10:39 Uhr in Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Bei der Lektüre der Berichte zum Tode des Anthropologen Claude Lévy-Strauss hat mich ein Gedanke besonders gefesselt: Könnte es sein, dass das Internet dafür sorgt, dass die Entwicklung der Menschheit nicht gefördert, sondern im Gegenteil verlangsamt wird oder sogar aufhört und dem Menschen bei seiner Verkümmerung behilflich ist?
Ist es denkbar, dass durch die zunehmende Transparenz des Wissens, der Meinungen und der Aktivitäten der Teilnehmer des Netzes gerade die für eine biologische und kulturelle Entwicklung notwendigen Unterschiede individueller, abgekapselter Gruppen verlorengehen?
Henning Ritter schreibt dazu:
Die fortschreitende Verschmelzung der Populationen bezeichne das Ende einer Welt, die über Hunderttausende von Jahren die Welt von Menschen in kleinen, voneinander getrennten Gruppen war, die sich biologisch und kulturell verschieden entwickelten. Nachdem die damit gesetzten Schranken beseitigt wurden, seien auch die Möglichkeiten verschwunden, neue genetische Kombinationen und kulturelle Experimente auf den Weg zu bringen.
Der Kampf gegen alle Formen der Diskriminierung hat, unabhängig von seiner moralischen Bedeutung, an derselben Bewegung zur Weltkultur teil, die die alten Partikularismen zerstört. Diese hatten jene ästhetischen und geistigen Werte geschaffen, die dem Leben seinen Wert verleihen und deren Spuren in Bibliotheken und Museen aufbewahrt werden, weil wir uns immer weniger imstande fühlen, sie selbst hervorzubringen.
Das Internet, Web 2.0 und Social Media führen dazu, dass letztlich alle wissen, was irgendwo passiert und was irgendwer macht. Individuelle - von anderen unbemerkte - Entwicklungen sind nicht mehr möglich. Genau diese Entwicklungen sind jedoch die notwendige Bedingung für eine gesamtheitliche kulturelle und biologische Entwicklung.
Ehrlich gesagt, bin ich nach der Lektüre etwas erschrocken. Denn: die Transparenz und die ubiquitäre Zurverfügungstellung des Wissens mittels Internet und insbesondere durch die Teilnahme der Menschen in Web 2.0 und Social Media haben mich bisher ausnahmslos und vollends begeistert. Bis gestern. Nun mache ich mir Gedanken, ob die "Traurigen Tropen" wie oben beschrieben verstanden werden können. Auf eine simplere Ebene gebracht, könnte dieser Zustand des Endes der Entwicklung auch Clusterfuck genant werden.
Verfasst um 09:37 Uhr in Black Swan, Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
UPDATE
Der Beitrag wurde am Dienstag, 10.11. um 21:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Er ist noch bis Dienstag, 17.11. in der Mediathek als Stream abrufbar. Leider gibt es hier keinen Deeplink, der direkt auf den Beitrag verweist. Daher am besten auf die "Video-Suche" (links, hellblau) gehen und dort beispielsweise "Goldrausch" eintragen.
Das wahrscheinlich eindrucksvollste Erlebnis unserer Reise ins Silicon Valley war ein Besuch bei Uberblogger Robert Scoble aka @scobleizer. Robert hatte uns zu sich nach Hause in die Half Moon Bay eingeladen, wo er uns ausnehmend nett und freundlich empfing. Da Robert so gut wie jeden in der Internetszene kennt und auch zu eigentlich allen Start-ups und Geschäftsmodellen eine dezidierte Meinung hat, ist ein Gespräch mit ihm wie das Graben in einer Schatztruhe: man will nicht aufhören.
Sehr gefreut hat uns, dass Robert die Idee hatte, ins nahegelegene Ritz-Carlton zu gehen und einen Drink zu nehmen. Dort haben wir uns bei strahlendem Sonnenwetter und einem fantastischen Blick auf den Pazifik von den jeweils neuesten Lieblings iPhone Apps berichtet und Geschäftsmodelle wie Paid Content diskutiert. Ich kann jedem raten: solltet Ihr Robert treffen, unterhaltet Euch mit ihm - soviel in so kurzer Zeit lernt Ihr sonst nicht.
Auf der Rückfahrt zum Hotel sind wir dann am wunderbaren Pebble Beach vorbeigekommen und konnten dort noch einen eindrucksvollen Sonnenuntergang aufnehmen.
Nicht nur für Geschäftliches, sondern auch durchaus für eine private Urlaubsreise sehr zu empfehlen ;-)
Fotos von @gutjahr und @michaelreuter
Verfasst um 12:13 Uhr in Fun, Musings | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)