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Iceland, Eyjafjallajökull - May 1st and 2nd, 2010 from Sean Stiegemeier on Vimeo.
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Many of us complain about information overkill these days. Others - one of them is me - reply with: There's no information overload, there's just selection failure.
Anyway - those of us in the news business are trying to find ways to ease the daily consumption of news for the user by ranking, weighing, recommending etc. At YiGG we have launched the project 'worldspy' with that goal exactly: we try to 'detect' relevance of news we find in the world wide web and display those relevant stories to our users who, adding their individual tastes (recommendations, comments, etc.), again curate those stories.
Bottom line: our approach is a combined effort of both, algorithm and user generated relevance. First two day's results are promising - we're really looking forward comparing the results with the user generated only alternative we had before!
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Congrats to Riccardo Luna! You've made it! The Internet has been nominated for the Nobel Peace Prize!
The Internet has made the list of nominees for the Nobel Peace Prize this year, going up against a Chinese dissident and a Russian human rights activist among others.
The nomination was made after a petition by the Italian version of Wired Magazine, which cited the Internet’s contributions to “dialogue, debate and consensus through communication”. Signatories include Iranian activist Shirin Ebadi, and organizers say the nomination will make for a legitimate entry.
Let's push it to make it possible!
Verfasst um 23:58 Uhr in Black Swan, Ideas, Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Dem Gedanken von Lévy-Strauss, der in unterschiedlichen Schattierungen (beispielsweise hier oder hier) aufgegriffen und diskutiert wird, wird seit einiger Zeit in der FAZ-Serie Digitales Denken Raum gegeben - heute mit einem Beitrag des Journalisten Stephen Baker. Er fragt: "Was sollten wir in unseren Köpfen [von all dem Wissen, was unsere Gehirne und Maschinen wie das Internet anhäufen] behalten?"
Benedikt Köhler fackelt nicht lange und nimmt Bakers Fragen zum Anlass, Hinweise auf mögliche Antworten zu geben:
Ein Anhaltspunkt liefert aber der Flussersche Begriff des Automaten. Wir wissen, dass Medien nichts anderes sind als Verlängerungen menschlicher Organe – in der Regel Sinnesorgane. Werkzeuge also, die Menschen bedienen können, um z.B. weiter, lauter oder schneller kommunizieren zu können. Automaten sind etwas anderes. Automaten sind Wechselbeziehungen zwischen Menschen und Vorrichtungen. Die Vorrichtung ist (wie beim Werkzeug) eine Funktion des Menschen. Aber hier sind die Menschen gleichzeitig auch Funktionen der Vorrichtung.
Köhler verlängert seine Argumentationslinie zu dem von ihm mitentwickelten Konzept der Slow Media:
Damit ist mir auch etwas klarer geworden, wass wir mit unserem Slow-Media-Gedanken eigentlich im Sinn haben: Einen Ausbruch aus dieser Matrix. Das Sammeln von Medien, in denen wir uns als Persönlichkeiten wiederfinden und nicht als Automaten.
Anhand eines persönlichen Beispiels möchte ich eine weitere, pragmatische Handreichung anbieten: was also soll der Mensch sich behalten von all dem - und was soll er als wichtig abspeichern? Die Vorbereitung zu meinem BWL-Examen an der Uni Bayreuth bestand - zumindest im Fach Marketing - größtenteils aus Auswendiglernen des Vorlesungsmaterials, der Bücher des Profs sowie der vermeintlich wichtigen passenden Lektüre. Damals - 1993 - war das Internet noch nicht so gegenwärtig wie heute - niemand meines Examensjahrgangs wusste, was ein Browser ist (der wurde in Deutschland als Mosaic/Netscape erst 1994 bekannt). Also war das, was wir auswendig lernen "konnten", viel "weniger", als das, was heutige Studenten mit einer einzigen Google Suche in weniger als einer Sekunde finden.
Was habe ich davon behalten? Ohne Prof. Böhler oder der Uni Bayreuth Unrecht tun zu wollen: fast nichts. Das heisst: Fakten habe ich nicht behalten. Wohl aber meine ich gelernt zu haben, was Marketing ist bzw. wie Marketing verstanden werden kann. Konzepte und Gedankenkonstrukte, wie "Weak Signals" oder "Stuck in the Middle", sind Werkzeuge, die damals wie heute im Marketing Anwendung finden können - und interessanterweise erinnere ich mich genau an einige Details der jeweiligen Vorlesungen.
Was bedeutet dies? Ich glaube, dass der Mensch so konstruiert ist, dass er sich hervorragend auf Veränderungen (z.B. technischer Fortschritt) einstellt, Anpassungsmaßnahmen vornimmt und auf Basis der jeweils neuen Situation gut weiterleben kann. Von dem, was er lernt, nimmt er abhängig von seiner geistigen Prädisposition 'auf natürliche Art und Weise' das mit, was für ihn und seine Anpassungsnotwendigkeiten unentbehrlich ist. Anders formuliert: Technischer Fortschritt, Wissensanballung, Internet, Vernetzung, Realtime-Kommunikation - mit all diesen Veränderungen wird der Mensch (unterschiedlich gut) fertig und es besteht zu keiner Zeit Anlass zur Sorge.
Gar der Gedanke, dass beispielsweise die neue 'App-Economy' dazu führen würde, dass der Internetnutzer nur noch das wahrnimmt, was ihm ein Gatekeeper (z.B. der Apple Appstore) anbietet, und alles andere ignoriert bzw. nicht mitbekommt, halte ich für übertrieben: man vertraue dem Menschen etwas mehr - er/sie wird die Gatekeeper durchschauen und bei allzu engem Angebot andere Angebote suchen oder schaffen. Vor gar nicht allzulanger Zeit musste AOL diese Erfahrung machen, als dem Intrernetnutzer das eingeschränkte AOL-Angebot nicht mehr ausreichte, er AOL den Rücken kehrte und dadurch die größte Internet-Transaktion der Geschichte rückgängig gemacht werden musste, nachdem Milliarden Börsenwert vernichtet worden waren.
Sapere aude!
Verfasst um 22:30 Uhr in Black Swan, isarrunde, Musings | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Human Rights Hall, Parliament of Romania
Soeben bin ich aus der rumänischen Hauptstadt Bukarest zurückgekehrt, in der zum ersten Mal das World Blogging Forum stattfand. Haupt-Themen des Forums waren Online Journalismus, die Rolle von Blogs in der politischen Berichterstattung und die Zukunft des Bloggens. Veranstaltet wurde das Forum vom rumänischen Studentenverband ASLS mit der aktuellen Präsidentin Mihaela Draghici. Das aus rund 20 Studenten bestehende Team hat einen außerordentlichen Job gemacht - insbesondere wenn man weiß, wie schwierig derlei Organisationsarbeit ist - Herzlichen Dank nochmals für die grandiose Betreuung!
Wenn man Barcamps gewöhnt ist, kommt einem das Rumänische Parlament als Austragungsort einer Blogger-Konferenz zunächst eine Nummer zu groß vor. Wenn es sich dann auch noch bei der Lokalität um das zweitgrößte Gebäude der Welt handelt (nur das Pentagon ist größer), kommt man sich noch kleiner vor. Wird man in die Human Rights Hall an seinen PLatz mit Tischmikrofon inkl. Direktverbindung zu Simultanübersetzern geleitet, schleicht sich ein Gefühl der Ehrfurcht ein. Wenn dann allerdings ein leibhaftiger Staatspräsident - in diesem Falle Präsident Traian Basescu - gut gelaunt erscheint und das Forum mit einer durchaus erfrischenden und von einiger Sachkompetenz zeugenden Ansprache eröffnet, ist das Eis gebrochen und die Freude auf spannende Beiträge und Diskussionen kommt auf.
Die bewegendsten Momente ergaben sich für mich während der Berichte von Wael Abbas aus Kairo und Parvana Persiyani (Bild unten) aus Aserbaidschan. Während Wael eindrucksvoll schilderte, welch korruptes und gewaltbereites Regime Präsident Mubarak in Ägypten anführt, berichtete Parvana als Rechtsbeistand der beiden in Aserbaidschan vor Gericht stehenden Blogger Adnan Hajizade und Emin Milli von der Willkür, mit der kritische Stimmen mundtot gemacht werden sollen.
Eric Dupin, Parvana Persiyani, David Sasaki, Ritchie Pettauer
Neben diesen sehr mitnehmenden Berichten und anschliessenden Diskussionen gab's auch leichtere Kost - im berühmten Bukarester Restaurant Caru' cu Bere mit regionalen Leckereien konnten ausgewählte Teilnehmer ihre Tanzkünste bei traditionellen rumänischen Tänzen unter Beweis stellen (Bildbelege hierzu fehlen und/oder sind nicht mehr auffindbar - italienische Kollegen dürfen sich jedoch angesprochen fühlen, Herr Vascellari ;-)
Insgesamt haben wir die Tage in Bukarest ausnehmend gut gefallen, insbesondere weil ich viele sehr interessante Menschen kennenlernen konnte. Das einzige, was ich als rumänischer Präsident sofort ändern würde, wäre ein unmittelbares Rauchverbot in/an öffentlichen Plätzen und in Restaurants/Bars. Bisher stand ich als Nichtraucher dem Thema liberal gegenüber - aber aus Westeuropa Rauchfreiheit in geschlossenen Räumen gewöhnt, sind diese Nebelschwaden einfach nicht mehr erträglich - sorry @datadirt und @muesli ....
Und dann gibt es da noch diesen Verkehr in Bukarest (2,2 Mio Einwohner - 1,4 Mio Autos - 0 Parkplätze) - aber der kann schlecht per Dekret vermindert werden....
Verfasst um 19:45 Uhr in Black Swan, Musings | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)